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Was sind Wellen, wie entstehen sie und welche Wellenarten gibt es?

Mai 23, 2019 | Sin categoría

Wellen sind viel mehr als nur ein Bild des bewegten Meeres: Sie repräsentieren Energie, Natur und sind für Surfer eine Notwendigkeit. Ohne sie gäbe es das Surfen nicht. Aber weißt du wirklich, was Wellen sind, wie sie entstehen und welche Arten es gibt? In diesem Biosurfcamp-Artikel erklären wir dir alles: von den Faktoren, die eine Welle erzeugen, bis hin zu ihren verschiedenen Klassifizierungen je nach Wind, Meeresboden und der Art und Weise, wie sie brechen. Ein umfassender Überblick, der dir hilft, das Meer besser zu verstehen … und es so zu genießen, wie es es verdient.

Was sind Wellen?

Wellen sind für jeden Surfer unverzichtbar, denn ohne Wellen gibt es kein Surfen. Deshalb haben wir von Biosurfcamp einen Artikel verfasst, der alles Wissenswerte über Wellen abdeckt.

Wellen sind Kräuselungen, die sich über die Wasseroberfläche bewegen. Diese Wellen, die auf der Meeresoberfläche entstehen, können sich Tausende von Kilometern weit ausbreiten und dabei an Größe zunehmen. Wie wir bereits gesehen haben, ist es schwierig, eine Welle zu messen. Man kann jedoch sagen, dass die größten Wellen vor der Küste entstehen, während Wellen in Küstennähe meist kleiner sind, auch wenn es Ausnahmen gibt.

Wie entstehen Wellen?

Wellen entstehen durch Temperatur- und Druckschwankungen in der Atmosphäre, nicht direkt durch den Wind. Tiefdruckgebiete, sogenannte Depressionen, und Hochdruckgebiete, sogenannte Antizyklone, erzeugen Luftbewegungen. Der durch diese Bewegungen erzeugte Wind bewegt sich von Orten mit höherem Druck zu Orten mit niedrigerem Druck. Je größer der Druckunterschied zwischen zwei Orten, desto schneller bewegt sich der Wind.

Die Reibung des Windes an der Meerwasseroberfläche erzeugt kleine Wellen. Mit zunehmender Reibung vergrößert sich auch die Wellengröße, was manchmal zu riesigen Wellen wie in der Nazaré-Schlucht führt. Daher variieren die Wellen je nach Windstärke, Dauer und Dauer des Windes an einem bestimmten Ort sowie der Meeresfläche bzw. -fetch.

Wellenarten. Verschiedene Wellenklassifizierungen

Als Nächstes besprechen wir die verschiedenen Wellenarten. Wir haben eine Reihe von Wellenklassifizierungen entwickelt, die auf unterschiedlichen Aspekten jeder Welle basieren.

Wellen nach der Brechrichtung

Die erste Klassifizierung der Wellentypen basiert auf der Brechrichtung der Welle. Dabei ist der Referenzpunkt der Welle im Wasser zu markieren. Diese Klassifizierung unterscheidet vier Wellentypen:

Rechte Wellen

Rechtshändige Wellen bewegen sich beim Surfen nach rechts. Diese Wellen haben oben einen Gipfel, der nach rechts abfällt. Wie bereits erwähnt, würde die Welle, wenn wir uns am Strand orientieren würden, nach links brechen.

Linkshändige Wellen

Linkshändige Wellen bewegen sich beim Surfen nach links. Diese Wellen haben oben einen Peak, der nach und nach zu dieser Seite hin bricht. Wie bei rechtshändigen Wellen würde die Welle, wenn wir uns am Strand orientieren würden, zur anderen Seite hin brechen.

Peak

Ein Peak, auch als gemischte Welle bekannt, ist eine Wellenart, die in beide Richtungen bricht. Befindet man sich direkt am Peak, kann man wählen, ob man die Welle rechts oder links reiten möchte. Sie kann auch von mehreren Surfern gesurft werden, jeder in eine andere Richtung.

Cerrote

Eine Dünung entsteht, wenn eine Welle völlig plötzlich bricht, d. h. keine Wand hat und nicht in eine Richtung gelenkt werden kann. Diese Wellen haben keinen Gipfel, sondern brechen auf einmal über ihre gesamte Länge.

Wellen nach ihrem Entstehungsort

In dieser Klassifizierung besprechen wir den Entstehungsort der Welle. Es gibt zwei Arten von Wellen:

Windwellen

Diese Wellenarten entstehen durch die Einwirkung des Windes auf das Meerwasser. Sie bilden sich typischerweise in Küstennähe und innerhalb kurzer Zeit aufgrund wechselnder Windböen. Es handelt sich um minderwertige Wellen, die meist klein und instabil sind und oft abrupt brechen. Zudem kommen diese Wellen oft kombiniert aus verschiedenen Richtungen, was eine sehr kurze Wellenperiode erzeugt und bequemes Surfen unmöglich macht. An manchen Stränden weltweit sind Windwellen jedoch vorteilhaft, da dort weniger Dünung herrscht als im Mittelmeer.

Dünungswellen

Diese Wellenarten sind die stärksten und größten. Sie entstehen Tausende von Kilometern von ihrem Brecherort entfernt und sind windunabhängig. Erreichen sie die Küste, sind sie in der Regel länger anhaltend und daher deutlich stärker als Windwellen. Da sie zudem weit entfernt von der Küste auftreten, lassen sich Wellenberichte und -vorhersagen leicht überprüfen, um zu wissen, wann sie den Strand erreichen.

Wellen je nach Meeresboden

Wie bereits in unserem Artikel über Meeresböden erwähnt, beeinflusst die Art des Meeresbodens die Art der Wellen, die die Küste erreichen. Daher gibt es je nach Meeresboden am Strand drei Wellenarten:

Sandbodenwellen

Die Welle bricht auf sandigem Boden. Sandböden sind weniger gefährlich als Fels- und Riffböden, aber instabiler. Das bedeutet, dass die Wellen im Laufe der Zeit nicht immer konstant sind und sich je nach Gezeiten und Strömung ständig verändern.

Felsbodenwellen

Die Welle bricht auf felsigem oder steinigem Boden. Felsige Böden sind sehr stabil, da sie kaum schwanken, was zu gleichmäßigen Wellen mit ähnlichen Spitzen führt. Sie sind jedoch gefährlich, da sie steil sind und nur von erfahrenen Surfern gesurft werden können.

Korallenbodenwellen

Die Welle bricht über dem Boden eines Korallenriffs. Korallenböden finden die gleichen Bedingungen vor wie Felsböden. Korallen sind lebende Organismen mit geringem Wachstum und bleiben daher stabil. Sie haben außerdem den Vorteil, dass sie sich in sauerstoffreicherem Wasser befinden und so besser erkennen können, was sich darunter befindet.

Wellen nach Kategorie

Diese Klassifizierung beschreibt die Wellenarten nach Kategorie und Entstehung. Es gibt vier Wellenarten:

Oszillatorische Wellen

Oszillatorische Wellen, auch freie Wellen genannt, entstehen bei Meeresspiegelschwankungen an der Meeresoberfläche. Das Meerwasser bewegt sich nicht vorwärts, sondern beschreibt lediglich eine leichte Rotation an Ort und Stelle, während es steigt und fällt. Sie entstehen meist viele Kilometer von der Küste entfernt, wo Meeresspiegelschwankungen am deutlichsten sichtbar sind.

Translationale Wellen

Translationale Wellen entstehen, wenn das Meer vorrückt und auf den Meeresboden trifft, wodurch die Oberfläche angehoben und verändert wird. Sie treten meist in Küstennähe auf, wo die Veränderungen des Meeresbodens am deutlichsten sichtbar sind. Außerdem neigen sie dazu, beim Brechen viel Schaum zu bilden.

Gewaltige Wellen

Gewaltige Wellen werden durch Wind verursacht. Sie entstehen meist durch Stürme auf See. Diese Wellen sind in der Regel nicht sehr stabil, und ihr Zustand an der Küste lässt sich nur schwer vorhersagen. Sie können sogar unsurfbar sein.

Seismische Wellen

Seismische Wellen, auch Tsunamis genannt, entstehen durch Erdbeben, Vulkanausbrüche und die Bewegung tektonischer Platten am Meeresboden. Diese Bewegungen bilden große Wellen, die sich auf hoher See mit hoher Geschwindigkeit bewegen. Diese hohe Geschwindigkeit führt dazu, dass sie in flacherem Meeresboden in Küstennähe durch die Druckveränderung ihre Größe vervielfachen und Wellen von enormer Größe und Kraft erzeugen.

Nach ihrer Brechungsform

Diese letzte Wellenkategorie bezieht sich auf die Form der Welle, wenn sie am Ufer bricht.

Hohlwellen

Hohlwellen sind Wellen, bei denen der Wellenkamm über die Basis hinausragt und im Inneren eine zylindrische Form bildet. Diese Wellenarten eignen sich perfekt zum Surfen, da sie schnelles Aufstehen und einfaches Manövrieren ermöglichen.

Barrels

Sie sind eine Variante hohler Wellen, deren Wellenkamm so hoch aufragt, dass sich im Inneren eine Röhre bildet. Diese Art von Welle ist der Traum eines jeden Surfers, da man auf der Wellenfront reiten kann, die vollständig von ihr umgeben ist.

Rollende Wellen

Rollende Wellen sind solche, bei denen die Basis der Welle weiter vorne liegt als die Spitze. Diese Wellen brechen oft nicht (oder bestehen nur aus Schaum) und sind nicht besonders steil.

Meereswellen

Shore-Wellen brechen sehr nah am Ufer und bieten wenig Platz zum Surfen. Sie können ziemlich gefährlich sein, da der Abhang direkt auf dem Meeresboden landet. Shore-Wellen eignen sich perfekt für andere Surfarten wie Skimboarding.

pablo ruiz surfista biosurfcamp suances cantabria

Pablo de Bio Surf Camp

Soy Pablo Ruiz y llevo surfeando desde 1992. A principios de los 2000 y después de pasar varios años viviendo lejos del mar, volví a Cantabria con ganas de reconectar con las olas y con todo lo que el océano me había enseñado. Así nació Bio Surf Camp, un campamento de surf en Suances que mezcla mi amor por el surf con el respeto por la naturaleza.

Me encanta enseñar, y por eso en este blog comparto muchos de los conocimientos que he ido acumulando a lo largo de los años sobre el surf, las olas y el mar Cantábrico —especialmente en mi rincón favorito: Suances, que para mí siempre será casa.

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