Wir vom Biosurfcamp teilen die traurigen Ereignisse der letzten Tage an unseren Küsten. Am vergangenen Samstag, dem 18. Mai, wurden 14 tote Streifendelfine am Strand von Oyambre in der kantabrischen Gemeinde San Vicente de la Barquera gefunden. Eine wahre Tragödie für die Natur.
Die 14 toten gestrandeten Delfine wurden heute Morgen am Strand dieser Gemeinde gefunden und zur Autopsie und Untersuchung der Ursachen dieses schrecklichen Ereignisses ins Wildlife Recovery Center gebracht. Drei weitere Delfine mussten zurück ins offene Meer gebracht werden, um zu verhindern, dass ihnen dasselbe widerfährt.

An der Operation waren Veterinärpersonal des Zentrums, Vertreter des Naturschutzministeriums und Mitarbeiter der Fischereidirektion beteiligt. Auch mehrere Surfer, die in der Nähe surften, halfen den überlebenden Delfinen.
Der Streifendelfin

Der Gestreifte Delfin ist eine Walart, die weltweit in gemäßigten und tropischen Gewässern vorkommt. Er zählt zu den am häufigsten vorkommenden Delfinarten im Mittelmeer, ist aber auch an der kantabrischen Küste weit verbreitet. Gestreifte Delfine werden über zwei Meter lang und können eine Länge von bis zu 2,5 Metern vom Schwanz bis zum Kopf erreichen. Ausgewachsene Gestreifte Delfine können über 150 Kilogramm wiegen und über 60 Jahre alt werden.
Gestreifte Delfine bewegen sich meist in Gruppen von 25 Tieren, im offenen Meer können es sogar über 50 sein. Ihr auffälligstes Merkmal ist die leuchtend dunkelblaue Färbung des Oberkörpers mit zwei Streifen, die vom Kopf bis zur Schwanzflosse verlaufen. Die Rückenflosse ist komplett dunkelblau, während der Rest des Körpers weißlich ist.
Obwohl sie meist in küstenfernen Gewässern leben, nähern sie sich im Frühjahr aufgrund des starken Zustroms von Fischschwärmen gerne der Küste. Dies bedeutet, dass es sich bei den meisten Strandungen von Wassertieren an der spanischen Küste um diese Delfinart handelt.
Die Umwelt will uns etwas sagen

Die Umwelt versucht uns etwas zu sagen, doch wir scheinen nicht zuhören zu wollen. Wir gewöhnen uns an Nachrichten über Naturkatastrophen, und die größte Katastrophe ist, ihnen nicht die gebührende Bedeutung beizumessen. Deshalb müssen wir die Umwelt unterstützen und einen bewussteren Lebensstil anstreben, um das Meer und die darin lebenden Arten nicht zu schädigen.
Plastikmeere, globale Erwärmung, schmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel sind Probleme, von denen wir wissen, dass sie existieren, die uns aber scheinbar erst dann beunruhigen, wenn wir darüber nachdenken oder Bilder im Fernsehen sehen. Diese Probleme führen zu Ereignissen wie dem in Oyambre, und dem muss ein Ende gesetzt werden. Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, denn mit dem Einsatz aller ist es möglich, eine nachhaltigere Welt zu schaffen, die wir unseren Enkeln hinterlassen können.







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